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BsW DA LLE Junge Sydow Ploetz "Wir hoffen, dass das nicht das Ende ist!"

Interview mit Karin Plötz zur Ausdehnung von "Bücher sagen Willkommen an Schulen"

Frankfurter Buchmesse (FBM): Liebe Karin, mit der Initiative „Bücher sagen Willkommen“ konntet ihr schon 40 Lern- und Leseecken in Flüchtlingsunterkünften und 30 an Schulen mit Integrationsklassen einrichten. Was ist das Ziel von „Bücher sagen Willkommen“?

 

Karin Plötz: Wir wollen mit den Lern- und Leseecken dort ein Angebot an Materialien schaffen, wo sich die Geflüchteten aufhalten: Deshalb haben 2015 in Flüchtlingsunterkünften angefangen und das Projekt dann 2017 auf Schulen erweitert. Die Schulen leisten einen enormen Beitrag zur Integration der Kinder und kämpfen dabei mit allen möglichen Widrigkeiten. Wenn wir hier durch die Lern- und Leseecke eine Hilfestellung geben können, ist unser Ziel erreicht.

FBM: Vor kurzem habt ihr zwei neue Lern- und Leseecken in Gelsenkirchen eröffnet. Wie haben die Kinder reagiert?
Karin Plötz: Die Kinder kommen immer voller Neugier an die Regale mit den neuen Büchern und greifen auch sofort zu. Oft schnappen sie sich große bebilderte Bücher oder probieren die Sprachspiele aus. Und natürlich suchen sie nach Büchern in ihrer Muttersprache. Wenn etwas bei den mehrsprachigen Kinderbüchern dabei ist, leuchten die Augen ganz besonders.

FBM: Hast du selbst bei der „Bücher sagen Willkommen“-Auswahl ein Lieblingsbuch?
KP: Ich mag besonders gerne das große gelbe Langenscheidt Bildwörterbuch. Da kann man so viel drin entdecken und findet ganz viele Anlässe, um mit den Kindern ins Gespräch zu kommen. Toll finde ich auch, die zweisprachigen Kinderbücher, die Themen aus dem normalen Kinderalltag aufnehmen und diese von unterschiedlichen Kulturen beleuchten, etwa wie man Geburtstag feiert oder was der erste Schulstart bedeutet.

FBM: Was wünschst du dir für „Bücher sagen Willkommen“?
Karin Plötz: Wir wünschen uns, dass wir noch viele weitere Lern- und Leseecken einrichten können und diese mit Leben gefüllt werden. Dafür brauchen wir natürlich finanzielle Förderer. Wir haben mit der Unterstützung aus dem Buchhandel gestartet, sehr viele Buchhandlungen und Verlage haben Spenden gesammelt. Dank der Vermittlung durch das Hessische Kultusministerium konnten wir dann Stiftungsgelder beantragen und so an den Schulen in Hessen starten. Und nun hat die MoneyGram Foundation Gelder für 14 Lern- und Leseecken bundesweit zur Verfügung gestellt. Wir hoffen, dass das nicht das Ende ist!

Frankfurt, 5. Dezember 2018

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