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"Fußball trifft Kultur" an der Karmeliterschule

FTK Karmeliterschule Unterricht Gruppenfoto

Das älteste „Fußball trifft Kultur“ Projekt an der Karmeliterschule in Frankfurt startet jetzt bereits zum elften Mal in ein neues Projektjahr. Seit 13. August nehmen jetzt 27 Kinder aus der Jahrgangsstufe 2-4 am Projekt teil. Dank der Unterstützung von MoneyGram kann das Projekt an der Karmeliterschule erfolgreich fortgeführt werden.
Das Training übernimmt wieder der Eintracht Frankfurt-Jugendtrainer Giovanni Brandi. Lehrerin Anca Zopf kümmert sich um die Förderstunden sowie alle schulischen Fragen. Langjähriger Kooperationspartner in Sachen Fußball ist und bleibt die Eintracht Frankfurt.

Regelmäßige kulturelle Events

FTK Karmeliterschule Training Gruppenfoto

Der Unterrichtsstoff richtet sich nach den Bedürfnissen der Kinder und hat nicht selten mit Fußball zu tun. Die FtK-Gruppe an der Karmeliterschule etwa arbeitet fleißig mit den Materialien des Mildenberger Verlags. Neben Fußballtraining und Projektunterricht finden regelmäßig kulturelle Aktivitäten statt. Trotz der Ferien steht ein Besuch der Frankfurter Buchmesse auf dem Programm. Der Förderer MoneyGram plant mit den Kindern ein Winterfest und einen Workshop zur Geschichte des Geldes. Da Nachhaltigkeit ein Thema sein wird, ist auch ein Besuch im Main-Äppel-Haus geplant.
 
Nicht zu vergessen ist natürlich das jährlich stattfindende Abschlussturnier. 2019 findet es in Duisburg auf dem Trainingsgelände des MSV Duisburg am 21. Juni statt.

Rückblick

LitCam startete das erste „Fußball trifft Kultur"-Projekt 2007 in Frankfurt. Die Startfinanzierung übernahm die Aventis Foundation. Trainiert wurden die Kinder von Trainern der Fußballschule von Eintracht Frankfurt. Zwei Gruppen von je 12 Schülerinnen und Schülern im Alter von 7 bis 13 Jahren wurden aus der Karmeliterschule im Frankfurter Bahnhofsviertel für das Projekt ausgewählt.
Die Lage der Schule inmitten des Drogen- und Rotlichtviertel sowie ein hoher Migrantenanteil zeigten, wie wichtig die zusätzliche Förderung der Kinder ist, um ihnen durch bessere Bildung mehr Zuversicht für ihr weiteres Leben zu ermöglichen. Zu Beginn konnten die Kinder direkt am Oster-Trainingscamp der Fußballschule von Eintracht Frankfurt teilnehmen. Danach erhielten sie bis zu den Sommerferien 2007 je zwei Stunden Förderunterricht und Fußballtraining. Auch ein Besuch im Dialogmuseum und ein Rap Poetry Workshop standen auf dem Programm. Aufgrund des Erfolges wird das Projekt seit 2007 bis ins aktuelle Schuljahr weiter realisiert.

Aus dem Projekt:

Schmökern im Römer: Besuch bei der LeseEule

FtK Karmeliter LeseEule drei Jungs In Frankfurt ist es zu einer Tradition geworden: Die LeseEule öffente auch in diesem Herbst ihre Tore im Römer. Zum ersten Mal dabei waren auch die "Fußball trifft Kultur"-Kinder der Karmeliterschule. Und sie genossen es sichtlich, die ganz unterschiedlichen Bücher zu entdecken und es sich mit Lektüre auf den gemütlichen Sitzkissen bequem zu machen. Für jeden Geschmack war etwas dabei: von Sachbüchern über Piraten, Erstlesegeschichten zu aktuellen Kinderhelden bishin zu Klassikern wie "Gregs Tagebücher". So macht Lesen doppelt Spaß!

Trainingsspiel der Eintracht Frankfurt und Small Talk mit dem Chef-Trainer

FtK Ffm I Trainingsspiel Kovac Am 10.11.2017 haben 22 FtK-Kinder und zwei Lehrerinnen der Karmeliterschule das Freundschaftsspiel Eintracht Frankfurt gegen SV Sandhausen besucht.
Lehrerin Anca Zopf berichtet von einem tollen Ausflug ins Riederwaldstadion: "Es war kalt, windig und regnerisch, aber trotz Kälte und schlechtem Wetter war es super. Wir haben gejubelt, gesungen und und die fünf Tore der Eintracht gefeiert. Das Spiel ging dann 5:3 aus. Da das Spiel nicht in der großen Commerzbank-Aarena stattfand, sondern im sehr viel kleineren Riederwaldstadtion, hatten wir die Möglichkeit, sehr nah an den Spielern und Trainern zu sein.
Am Ende des Spieles haben wir noch zehn Minuten gewartet bis alle Zuschauer weg waren. Dann haben wir alle zusammen laut Niko Kovac gerufen und nach zwei Minuten kam er tatsächlich zu uns gelaufen! Er hat jedem Kind Autogramme gegeben, Selfies und Fotos gemacht, viel Spaß und Quatsch. Er hat sich Zeit genommen, unsere Kinder glücklich zu machen und hat es auch geschafft!
Am Ende habe ich mich bedankt und bin glücklich mit den Kindern nach Hause gefahren, durch Regen, Kälte und Wind. Die Freude war so groß, dass die Kälte jetzt nur noch eine Nebensache war. Voll Freude und Glück haben wir einen schönen Freitagabend verbracht, den wir viele Jahre in Erinnerung behalten werden.
Danke an Frau Plötz! Danke an Niko Kovac!"

 

Besuch auf der Frankfurter Buchmesse

Kulturstadion 2017 Do FtK Kids 4 Auch wenn die Frankfurter Buchmesse diese Jahr in den Herbstferien lag, haben sich die FtK-Kinder der Karmeliterschule die Gelegenheit nicht nehmen lassen. Sie trafen sich am Donnerstag, 12. Oktober 2017, um sich auf der größten Medienmesse der Welt umzusehen.
Lehrerin Anca Zopf berichtet: "Die Halle 3 war unsere Lieblingshalle. Wir hatten die Möglichkeit Physik-Experimente zu machen. Danach besuchten wir das LitCam Kulturstadion und schmökerten in Fußballbüchern. Später gestalteten wir selbst Lesezeichen und besuchten noch die Verlage Cornelsen, Klett und Westermann. Bei WAS IST WAS haben wir die meiste Zeit verbracht und viele schöne und interessante Informationen gesammelt.
Unsere Devise: Lesen bringt Wissen! Danke LitCam!!!"

Ostafrikanische Trainer beim Projektstart dabei

FtK Ffm I Ostafrika Gruppenfoto cut Am Mittwoch, 23. August, war es für 24 Kinder aus der Karmeliterschule endlich soweit: Das „Fußball trifft Kultur“-Projekt startete wieder. Da einige Kinder aus dem Vorjahr jetzt in die weiterführende Schule gehen, rückten 10 Kinder aus der 2. und 3. Klasse nach.
Der erste Tag im „Fußball trifft Kultur“-Projekt begann nicht mit einer Schultüte, sondern mit dem Besuch von ostafrikanischen Fußball-Trainern. Die DFL-Stiftung führt mit sechs ostafrikanischen Trainern ein dreiwöchiges Programm durch. Und ein Besuch des Leuchtturm-Projektes „Fußball trifft Kultur“ gehört dazu. Es war natürlich zusätzlich spannend, da es sich um die erste Trainingsstunde im neuen Projektjahr handelte.
Bei der Teilung des Projektteams fiel das erste Fußballtraining auf die Gruppe der „alten Hasen“, die bereits im letzten Jahr im Projekt dabei waren und beim Abschlussturnier in Dortmund teilgenommen hatten. FtK-Trainer Giovanni Brandi startete wie gewohnt mit seiner Gesprächsrunde in der Turnhalle. Erst stellten sich die Kinder vor und dann die drei Trainerinnen und die drei Trainer aus Burundi, Kenia, Uganda, Südsomalia und Tansania. Die Kinder stellten fest, dass es auch Frauenfußball in Afrika gibt und dass sie es hier mit einigen Nationaltrainern zu tun hatten. Umso begeisterter waren sie, als sie hörten, dass sie mit diesen Trainern auch trainieren würden. Was für ein Ereignis – das erste Training bei FtK und dann direkt von afrikanischen Jugend- und Nationaltrainern. Die kenianische Trainerin Cathy machte den Anfang. Sie erklärte ein Spiel „Mingle“ – die Kinder sollten einfach umherlaufen und dann bei dem Aufruf „Mingle“ und einer Zahl, wie z. B. drei sich zu dritt zusammenstellen. Wer übrig blieb, fiel aus dem Spiel. So lernten die Kinder das das englische Wort „mingle“ auf Deutsch „sich mischen, verteilen“ bedeutet. Und es machte ihnen viel Spaß. Es ging mit zwei weiteren Spielen weiter und dann war auch schon die Stunde um.
Es warteten schon die „Kleinen“ und schauten neugierig auf die vielen Trainer. Für sie war es ganz neu, denn sieben der neun Kinder aus der Gruppe der 2./3.Klässler waren das erste Mal im Projekt. So stand Shahin ganz schüchtern am Rand und wollte erst gar nicht Fußball spielen. Aber auch hier startete Giovanni Brandi wieder mit der Kennenlern-Runde und die kleinen Projektteilnehmer waren noch neugieriger als die „alten Hasen“. Minae aus Korea wollte unbedingt von allen Trainern das Alter wissen und war ganz verwirrt, dass schon zwei Trainer älter als 35 waren – also uralt. Das „Mingle“-Spiel war für die neue Gruppe natürlich absolut passend, sie hatten viel Spaß dabei. Und nicht der DFL-Mitarbeiter Tarek musste die Regeln aus dem Englischen übersetzen, sondern FtK-ler Annes, aus dem Kosovo stammend, übersetzte ins Deutsche. Zum Ende der Trainingsstunde gab es dann endlich ein richtiges Fußballspiel. Zwei Teams wurden mit jeweils drei Trainern gebildet, so dass die Kinder auch gegen die Trainer spielten. Und es schimmerten dann schon einige Talente durch, so setzte sich Annes sehr gut gegen die Trainer als Gegenspieler durch.
Damit alle auch noch eine Erinnerung an diesen aufregenden Projektstart haben, gab es ein gemeinsames Foto mit den ostafrikanischenTrainern, dem FtK-Trainer und den Kindern, die jetzt auch von ihrem „ersten Mal bei FtK“ ein schönes Erinnerungsfoto haben.

Ein Tag bei der Eintracht

KauflandCamp 060517 128 web Durch Vermittlung der Til Schweiger Stiftung lud die Eintracht Frankfurt Fußball Schule am 6. Mai 2017 zum Spiel Eintracht Frankfurt – VFL Wolfsburg 30 Kinder aus unseren Frankfurter „Fußball trifft Kultur“-Projekten ins Kaufland Spieltagscamp ein.

21 Projektkinder aus der Karmeliterschule und 9 Kinder aus der Michael Ende Schule freuten sich riesig, dass sie ausgewählt wurden. Das frühe Aufstehen am Samstagmorgen war daher kein Problem. Um 10 Uhr waren alle am Treffpunkt bei der Wintersporthalle. Volle Begeisterung kam auf, als jedes Kind eine Tasche mit T-Shirt, Sweatshirt, Shorts und Stulpen und eine Trinkflasche erhielten.

Das Training übernahm der Campleiter Clemens Appel und die ehemaligen Eintracht Spieler Norbert Nachtweih und Manni Binz. Obwohl viele der Kinder die Ex-Profis nicht kannten, gefiel ihnen das Training mit den erfahrenen Spielern sehr gut – zumal das Wetter mitspielte und es herrlichen Sonnenschein gab. Die zwei Stunden Training vergingen wie im Flug.

Die Verabschiedung vom Training übernahm Eintracht Frankfurt Urgestein Charly Körbl. Danach ging es zum Mittagessen und voller Spannung verfolgten die Kinder das Spiel Eintracht Frankfurt gegen Wolfsburg. Ein bisschen enttäuscht waren sie dann doch über die Niederlage der Eintracht, aber die Freude über das Training und den erlebnisreichen Tag überwog dann doch und die Kinder fuhren glücklich zurück.                                           

Teachtoday zeichnet „Fußball trifft Kultur“ mit 1. Hauptpreis aus

teachtoday zugeschnitten Teachtoday, eine Initiative der Deutschen Telekom zeichnete das Projekt „Fußball trifft Kultur“  am Freitag, 4. November 2016, mit dem 1. Hauptpreis des internationalen Wettbewerbs  "Medien, aber sicher" aus. In den vergangenen zwei Schuljahren fördertenn die Lehrerinnen und Lehrer von „Fußball trifft Kultur“ (FtK) gezielt die digitale Kompetenz der Projektteilnehmerinnen und -teilnehmer. Die Gewinner wurden zum Aktionstag der Initiative „Summit for Kids“ in Bonn geehrt. Die „FtK“-Projektgruppe der Frankfurter Karmeliterschule war bei dem Aktionstag dabei und entdeckte bei Workshops die Themen Datenschutz und digitale Sicherheit auf spielerische Weise. Stolz nahmen Sie den Preis für "Fußball trifft Kultur" entgegen.

„Medien, aber sicher." zeichnet mit dem Preis Projekte aus, die mit besonderem Tatendrang und Einfallsreichtum Medienkompetenz fördern. Für ihr Engagement erhielt LitCam ein Preisgeld von 1.000 Euro, das dem Projekt an der Karmeliterschule zugute kommt.

Wissenschaft zum Anfassen

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Am 2. März 2015 besuchten die FTK-Kinder die Experimentierstationen im Haus des Buches. Für Wissenschaft begeistern und sie begreifbar machen – das ist die Aufgabe, der sich eine Gruppe junger Wissenschaftler unter der Leitung von Dr. Sascha Vogel vom Frankfurt Institute for Advanced Studies (FIAS), gestellt haben. Die Nachwuchswissenschaftler brachten eine interaktive Ausstellung mit, die den FTK-Kindern spielerisch physikalische Grundlagen vermittelte.

Bericht und Fotos

Buchpiloten und Lese-Kicker auf der Frankfurter Buchmesse 2014

Preiseverleihung-LitCam-Lese-Kicker-2014-10-10 web 10. Oktober 2014: Einen Tag schulfrei? Oder gibt es auch auf der Buchmesse viel zu sehen, zu entdecken und zu lernen? Natürlich! Die FTK-Gruppe der Frankfurter Karmeliterschule nahm an dem in diesem Jahr zum ersten Mal ausgerichteten Kinderprogramm auf der Frankfurter Buchmesse teil. Die Gruppe wurde von Guids über das Messegelände geleitet, nahm an spannenden Veranstaltungen rund um das Thema Bücher, Lernen und neue Medien teil. 
Großes Highlight: Als Mitglied der ersten Jury für den LitCam "Lese-Kicker" durfte Micheal den Preis an die Autoren Irene Margil und Andreas Schlüter für ihr sehr lesenswertes Kinder-Fußballbuch "Fußball-Haie" übergeben. Und so kam es, dass Michael zusammen mit Frankfurts Oberbürgermeister Peter Feldmann, ZEIT LEO Chefredakteurin Katrin Hörnlein, Haider Hassan von der Bundesliga-Stiftung und LitCam Direktorin Karin Plötz auf der Bühne des Kulturstadions stand. Nicht ausbleiben durfte dabei der Wunsch an Herrn Feldmann, ob er denn nicht der Schule ein neues Dach bescheren könne...  

LitCam Lese-Kicker

 

Fußballtraining mit den Profis

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20. Februar 2013: Auf die Frankfurter FTK-Kinder an der Karmeliterschule wartete eine ganz besondere Überraschung: Stefan Aigner von Eintracht Frankfurt kam zu Besuch. Seit 2012 ist der Bundesligaprofi Pate aller Frankfurter "Fußball trifft Kultur"-Projekte und nimmt seine Aufgabe sehr ernst. So gehört es für Stefan Aigner dazu, gelegentlich im Projekt vorbeizuschauen und gemeinsam mit den Kindern zu trainieren und natürlich auch zu lernen... Seine kleinen Fans konnten sich nicht nur den einen oder anderen Trick von ihm abschauen, sondern auch von ihm lernen, was man so alles in ein Freundschaftsbuch schreiben kann: mein Lieblingsspieler, mein Lieblingsverein oder vielleicht mein Lieblingsessen – eben einfach alles, was man einem guten Freund von sich erzählen möchte.

Fotos

 

Rata, der Krieger – oder wie Joe und Harun ein Kanu bauten

September 2012: Es herrscht aufgeregtes Treiben im Klassenzimmer der „Fußball trifft Kultur"-Gruppe an der Frankfurter Karmeliterschule. „Der is' im ganzen Gesicht bemalt", weiß Benita über Joe Harawira zu berichten. „Das sind Tattoos!", korrigiert Harun. Mit ihrer Projektlehrerin Barbara Dilk haben sich die Kinder bestens auf Joes Besuch vorbereitet.

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Es wurde recherchiert, gelesen, zusammengetragen und schließlich Fragen entwickelt, die die Kinder Joe stellen sollen. Sie sind aufgeregt, können kaum erwarten, dass es endlich losgeht. „Maoris sind Krieger. Das hab' ich im Internet gelesen", erklärt Ilias. „Ein bisschen Angst hab' ich schon." Dann steht Joe Harawira endlich vor den Kindern. Mit seiner Gitarre, dem neuseeländischen Lied, das er zur Begrüßung für die Kinder singt, und seiner sanften Stimme wirkt Joe dann doch ganz harmlos – er ist eben ein waschechter Geschichtenerzähler, ein neuseeländischer Storyteller.

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Eine Reise ans andere Ende der Welt

Ob jemand verstanden habe, was er gesungen hat, fragt Joe in die Runde. Harun meldet sich: „Etwas von einem kleinen Stern oder so." Ganz genau! Und damit ist der Übersetzer gefunden. Joe spricht nur Englisch und das verstehen die wenigsten der Dritt- und Viertklässler. Harun ist ganz in seinem Element, blüht richtig auf und ahmt sogar Joes Mimik und Gestik nach, mit der die Geschichte ausgeschmückt wird.

Gemeinsam erzählen sie von Rata, dem Krieger, der auszog, um seinen Vater zu suchen. Ein Kanu musste her! Der große Baum allerdings, den er dafür fällte, machte ihm dies nicht leicht. So wuchs er über Nacht immer wieder nach und Rata musste jeden Morgen von vorne beginnen. Des Nachts auf die Lauer gelegt, sah er, dass alle Tiere des Waldes dabei halfen, den Baum wieder zu errichten. Rata hatte ohne Rücksicht auf den Wald den Baum einfach gefällt. Und so wehrte sich der Wald mit all seinen Bewohnern dagegen.

Gebannt hörten die Kinder zu, fällten gemeinsam mit Joe den einen oder anderen Baum und sangen mit ihm Maori-Lieder. Als Abschluss der Geschichte durfte natürlich bei einer richtigen Maori-Veranstaltung ein Haka, der traditionelle Kriegstanz, nicht fehlen, den Joe und Harun gemeinsam aufführten.

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Geschichten als Verbindung zur Vergangenheit

Aber wo liegt denn nun eigentlich dieses Neuseeland? Und wie lange braucht man von dort bis nach Frankfurt? Warum hat Joe ein "Tattoo" im Gesicht? Fragen über Fragen und Joe stellte sich allen sehr bedacht, nahm sich für die Erklärungen Zeit und wurde dabei tatkräftig von seinem kleinen Dolmetscher Harun unterstützt.
So lernten die Kinder etwa, dass es sich bei den Zeichen in Joes Gesicht nicht um ein Tattoo handelt, sondern um ein "Ta Moku", die traditionelle Körperbemalung der Maoris, die seine ganz persönliche Geschichte erzählt.

Joe Harawira versteht das Geschichtenerzählen als eine Art Mission. „Geschichten sind unsere Verbindung zur Vergangenheit, sie bewahren ein wichtiges Stück unserer Kultur", sagt er. Darum sei es wichtig, die Geschichten in die Welt zu tragen und die Leute daran zu erinnern, sich mit der eigenen Kultur zu beschäftigen. Gerade Kindern fehle heutzutage häufig die Verbindung zu ihrer eigenen Kultur, dabei mache gerade das stark.

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Trick-Fußball-Workshop mit Tommy Freestyle

September 2011: Eine Traube von Schülern hatte sich auf dem Schulhof der Karmeliterschule gebildet. Die Kinder staunten nicht schlecht, als sie sahen, was sich da abspielte. Da steht einer, mit einem Ball auf dem Kopf. Auf dem Kopf? Und ohne ihn dabei festzuhalten?

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Es waren erste Übungen, die Thomas Rist alias Tommy Freestyle zum Warmwerden vorführte, bevor er die Schüler mit der einen oder anderen kleinen Ballattacke herausforderte. Sichtlich Spaß bereitete es den Kindern, die sich einem wahren Profi gegenübersahen. Auch sie griffen immer wieder an und versuchten, Tommy den Ball abzunehmen.
Das aber war nur eine Aufwärmübung und für die Kinder auf dem Schulhof ein kleiner Eindruck von dem Können von Tommy Freestyle. Der Sportstudent ist einer der besten Fußball-Freestyler Deutschlands, hat bereits an einigen Wettkämpfen teilgenommen, für namhafte Konzerne Werbung gemacht, ist auf zahlreichen Veranstaltungen aufgetreten und hat in Halbzeitpausen großer Spiele die Zuschauer mit seinem Programm begeistert. Am Montag, den 5. September 2011, kam Tommy nach Frankfurt an die Karmeliterschule, um den Schülern des dortigen „Fußball trifft Kultur"-Projektes einige seiner Tricks beizubringen.

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Ein etwas anderes Fußballtraining

Anders als an den vergangenen Montagen seit Schuljahresanfang hatten die Schüler an diesem Nachmittag kein normales Fußballtraining mit ihrem Trainer Anton Schumacher. Dieser war aber, zur Unterstützung und um sich noch den einen oder anderen Balltrick abzukucken, auch mit von der Partie.

Anfangs noch kaum zu bremsen, rasten die Kids mit ihren Bällen durch die Halle und freuten sich auf das, was nun folgen würde. Die Schüler der neu gegründeten „Fußball trifft Kultur"-Gruppe der Klassen 2 und 3 der Karmeliterschule kamen aus dem Staunen nicht heraus. Sollte es tatsächlich möglich sein, einen Fußball im Nacken zu balancieren, ohne den Ball dabei festzuhalten? Und sich dann auch noch mit diesem langsam in die Liegestützenposition zu bringen? Einen kleinen Auszug aus seinem Programm führte Tommy den Kindern vor und wurde mit strahlenden Gesichtern belohnt. Anschließend durften sich die neun Kids selbst an den Tricks versuchen. Ausgestattet mit je einem Ball und den ersten Übungsanweisungen legten sie los. „Ihr müsst erste einmal ein Gespür für euren Körper und den Ball bekommen", erklärte Tommy und zeigte, wie wichtig es bei dieser Übung ist, einen geraden Rücken zu machen und den Blick nicht Richtung Boden sinken zu lassen. „Ich hab's geschafft", hüpft Benita freudestrahlend auf Tommy zu. Und auch der achtjährige Yassine ist begeistert und ruft, auf die Frage wie der Nachmittag für ihn war: „Das hat voll Spaß gemacht!" Die neun Schüler hätten gerne noch ewig weiter gemacht und am liebsten gleich alle Tricks auf einmal gelernt. Nach 45 Minuten war aber Schluss, denn die nächste „Fußball trifft Kultur"-Gruppe stand schon in den Startlöchern.

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Eine Frage der Übung


„Ich begrüße euch, mein Name ist Tommy. Wir werden heute eine kleine Freestyle-Einheit machen", sagte Tommy nachdem sich auch die zweite Gruppe im Sitzkreis um ihn herum eingefunden hatte. Nach kurzem Toben und zahlreichen Torschüssen, konnte es losgehen. Schon während des vorangegangenen Unterrichts war den Schülern zu Ohren gekommen, was sich da kurioses in der Sporthalle abspielte.
Auch die elf Teilnehmer der zweiten „Fußball trifft Kultur"-Gruppe bekamen zunächst eine kleine Kostprobe davon, was Freestyle mit einem Fußball bedeutet. Ob sitzend oder stehend, den Ball auf dem Kopf, auf dem Rücken oder den Fußsohlen: in der gesamten Runde konnte man erstaunte Gesichter und pure Begeisterung für das Gezeigte beobachten. Für die schon etwas fußballerprobteren Schüler der zweiten Gruppe war die Übung mit dem Ball im Nacken ein Leichtes, erste Talente waren dabei sogar zu beobachten. Nach nur kurzem Üben schafften sie es, ebenso wie ihr Freestyle-Trainer, den Ball im Nacken aufzufangen und ihn dort eine Weile zu halten. Auch das Kopfballtraining oder das Balancieren des Balles auf dem Auge bereiteten kaum Probleme. Es wurde fleißig trainiert, variiert und hier und da konnten sogar schon eigene Tricks gezeigt werden. Zum Freestyle benötigt man viel Körperspannung, Gleichgewicht und Ballbeherrschung, und das bedeutet ebenso wie für das Fußballtraining: üben, üben, üben. „Es hat mir viel Spaß gemacht und ich hab viel gelernt", sagt Hemat und auch Etnik stellt abschließend fest: „Ich werde auf jeden Fall weiter üben!" Ein rundum erfolgreicher Nachmittag. „Es ist immer wieder toll, mit Kids zu arbeiten, die sind schnell dafür zu begeistern und wollen am liebsten alles gleich nachmachen", sagte Tommy Freestyle und freute sich über die gelungenen zwei Trainingsstunden.

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