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Urlaubslektüre für Fußballfans

7. Juli 2019: Die U21-Fußballer der deutschen Nationalmannschaft haben ihr EM-Finale gegen Spanien leider verloren. Das junge Team hat aber eine gute Turnierleistung gezeigt und vor allem Trainer Stefan Kuntz ins Gespräch als Nachfolger für Jogi Löw gebracht.

Die deutsche Frauennationalmannschaft ist bereits im Viertelfinale der Weltmeisterschaft ausgeschieden und hat damit leider keinen neuen Frauenfußball-Hype in Deutschland eingeleitet − anders als in England, den USA und den Niederlanden. Schauen wir mal, wer heute bei den Frauen-Fußballerinnen den Pokal holen wird.

Am Montag startet die fußballfreie Zeit und für viele auch die Sommerferien. Ein Taschenbuch, das in jede Urlaubstasche passt und ein paar Stunden unterhaltsame Lektüre für Fußballfans bietet, ist das von Wolfram Porr über Ottmar Hitzfeld (Kurz & Bündig Verlag).

Anders als über den Trainer Stefan Kuntz, der wie Ottmar Hitzfeld auch als "Menschenfänger" gilt, gibt es schon eine Biografie über Ottmar Hitzfeld, denn Hitzfeld ist bereits seit 2014 "Pensionär". Aber zu seinem 70. Geburtstag würdigt "Ottmar Hitzfeld" das Lebenswerk eines der besten Fußballtrainer "kurz und bündig" nochmals und hat mit aktuellen Interviews einiges neu hinzugefügt.

Ottmar Hitzfeld war und ist allgemein beliebt und respektiert und galt als "Gentleman" unter den Trainern. Er trainierte erfolgreich sowohl Borussia Dortmund als auch Bayern München und die Schweizer Nationalmannschaft. Als einer von fünf Trainern schaffte er es gleich mit zwei Mannschaften, Bayern München und Borussia Dortmund, die Champions League zu gewinnen. Und wie Heynckes wurde auch Hitzfeld von Hoeneß zurück nach Bayern geholt und brachte die Mannschaft wieder auf Erfolgskurs. Bis heute ist Hitzfeld mit Uli Hoeneß befreundet.

Sein "Gentleman"-Image hatte er einer Art "Bad Cop/Good Cop"-Strategie zu verdanken, wie sein langjähriger Co-Trainer Michael Henke verrät. Während sich Ottmar Hitzfeld ruhig und besonnen am Spielfeldrand verhielt, hatte Michael Henke die Rolle des Bad Cops und beschwerte sich bei vermeintlichen Fehlentscheidungen vehement, oft von Hitzfeld vorher auf den "Schiedsrichterfehler" aufmerksam gemacht.

Die ruhige und besonnene Art hatte Ottmar Hitzfeld auch beim Umgang mit seinen Spielern. Er legte großen Wert darauf, alle gleich gut zu behandeln. Es belastete ihn persönlich, wenn er harte Entscheidungen treffen musste, so z.B. als er beim Champions League-Finale 1997 aufgrund der Taktik nicht Wolfgang Feiersinger einsetzte und diesem verdienten Spieler die einmalige Chance nahm. Da es ihm nicht gelang, sich persönlich abzugrenzen, kam es 2004 zu einem Burnout und Hitzfeld setzte eine Zeitlang aus.

Seine Karriere beendete er dann dort, wo sie begann: in der Schweiz. Als Spieler startete er beim FC Basel und als Bundestrainer der Schweizer Nationalmannschaft ging er dann in den Ruhestand.
Wer noch mehr über das Leben und auch die Erfolgsstrategie von dem "Gentleman-Trainer" Hitzfeld erfahren möchte, kann dies auf 144 Seiten unterhaltsam nachlesen.

Bibliografie
Wolfram Porr:
"Ottmar Hitzfeld − Fußballverrückter. Mutmacher. Menschenfänger"
kurz & bündig
144 S., 12,50 Euro
ISBN 978-3-907126-09-7

Copyright Cover: kurz & bündig Verlag

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